Besonderheiten Madagaskars
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Madagaskar ist einer der größten
Inselstaaten der Welt. Auf dem vom Festland
abgeschotteten Eiland finden sich mit verschiedenste
Pflanzen, Tieren, Menschen und Traditionen.
Eben diese Vielfalt macht Madagaskar so einzigartig
und zum perfekten Ziel für jeden Touristen.
Egal ob Strandanlage, Abenteuerurlaub oder
Rundreise, in Madagaskar findet jeder ein
passendes Angebot. Madagaskar entfernte sich
durch plattentecktonische Bewegungen vor circa
150 Millionen Jahren von Afrika und vor geschätzten
90 Millionen Jahren auch von Indien.
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Flora und Fauna
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Heute liegt die Insel ungefähr 400 km
vor der afrikanischen Küste. Deswegen
machten Flora und Fauna lange Zeit eine völlig
isolierte Entwicklung durch. Im tropischen
Klima gedeihen Tiere und Pflanzen in schier
unendlicher Vielfalt. Die Insel bietet von
großen Regenwaldflächen bis hin
zur Trockensavanne so gut wie alles.
Neben normalen Haustieren wie Hunden und Katzen
gibt es auf Madagaskar eine einzigartige
Tierwelt zu bestaunen, die nirgendwo anders
auf der Welt so vorkommt; Halbaffen wie Lemuren
oder auch Makis genannt (siehe Bild links)
und Feuchtnasenaffen, Falanuk oder Bernierenten.
Leider sind viele Tierarten durch Besiedlung
und Brandrodung vom Aussterben bedroht. In
verschiedenen Zoos der Insel können Sie
aber dennoch besichtigt werden, ohne dabei
ihren Lebensraum zu gefährden.
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In den Regenwaldgebieten werden auch Tierbeobachtungstouren
angeboten, zum Beispiel für Vögel
oder Insekten. In der Provinz Fianarantsoa
wurden gleich vier große Nationalparks
eingerichtet, um den Artenreichtum zu schützen.
Ranger und Parkwärter bieten Touren an
und informieren gern über Lebensweisen
und Gefahren in den Schutzzonen.
Die Landschaft ist ebenso vielfältig
wie die Natur. Das Innland besteht aus einer
ausgedehnten Hochebene auf etwa 1.100 m. Die
höchste Erhebung ist mit 2876 m der Maromokotro.
Auch zu empfehlen: Ein Besuch der Baobab-Allee
nahe der Stadt Morondawa (siehe Bild rechts).
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Wahrzeichen
Madagaskars: Baobabs (Affenbrotbäume) |
Nach Osten hin fällt das Hochplateau
steil ab. Nach Westen ist der Abfall sanfter. Auch
die Niederschläge sind zwischen Ost- und Westküste
sehr unterschiedlich. Während an der Westküste
nur etwa 500 mm pro Jahr gemessen werden, fallen im
Ostteil der Insel jährlich etwa 4000 mm. Die
Temperaturen sind im Landesinneren aufgrund der Höhe
wesentlich kühler als an den Küsten. Im
Gebirge kann das Quecksilber sogar unter den Gefrierpunkt
absinken. Dadurch wird auch die Vegetation beeinflußt,
von Osten Richtung Westen wird der üppige Regenwald
zur Feuchtsavanne, die sogar in Trocken- und Dornsavanne
übergeht. In geführten Wanderungen lassen
sich die verschiedenen Gebiete gut und sicher erkunden.
Eine eigenständige Tour ist nur für erfahrene
Wanderer und Bergsteiger zu empfehlen.
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Fast alle Städte liegen in küstennahen
Gebieten. Die größten und wichtigsten
sind Antananarivo, Antsirabe, Toamasina, und
Fianarantsoa. Die Städte sind geprägt
von den vielfältigen Traditionen und
Einflüssen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen
afrikanischer, malaischer und arabischer Herkunft.
Die Madagassen sind sehr liebenswürdig
und gastfreundlich sowie aufgeschlossen und
sehr interessiert an Neuem. Sie begegnen Touristen
immer neugierig und sind sehr hilfsbereit.
Mit Sprachkenntnissen in madagassich, selbst
der sie nur rudimentär sind, kam man
schon eine Menge Eindruck machen.
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Brauchtum
Die Bräuche haben sich über
die Jahrhunderte immer wieder vermischt und verändert.
Zwischen 1794 und 1896 war Madagaskar
sogar ein Königreich. Die Erinnerung an diese
Zeit wird noch heute liebevoll gepflegt. Die Einflüsse
der dann folgenden Periode als französische Kolonie
sind in Architektur und Lebensweise ebenfalls spürbar.
Es gibt noch viele Einwohner, die französisch
sprechen und der Kolonialstil ist in der Architektur
gut erhalten geblieben. 1960 wurde das Land schließlich
unabhängig.
Seither leben die Madegassen vor
allem vom Export von Kaffee und verschiedenen Gewürzen.
In der Hauptstadt Antananarivo kann man eine weitere
Spezialität Madagaskars erleben, die Verkehrsstaus.
Die Regierung der Insel bemüht sich mit neuen
Verkehrskonzepten und internationalen Materialspenden
das Chaos in den Griff zu kriegen. Das bunt gemischte
und laut hupende Straßenbild ist aber sehr sehenswert.
Besucher kommen auch gern nach Rova, einem alten Holzpalast
der immer wieder Bränden zum Opfer fällt.
Ein tolles Erlebnis ist auch der Zoma, der Freitagsmarkt.
Dort kann alles erworben werden, von Gewürzen,
über Kunstgewerbeprodukte bis hin zu Edelsteinen.
Wer mehr über die Insel und ihre Geschichte wissen
möchte, sollte sich an das Goethe Institut vor
Ort mit seiner umfangreichen Bibliothek wenden.
Strände
Naturlich verfügt eine Insel auch über Strände
und Badegelegenheiten. Ein besonderes Erlebnis sind
die beiden Badeinseln St. Marie und Nosy Be.
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